Teilhabe

Die sozioökonomische Berichterstattung bedarf eines normativen Bewertungsmaßstabs für gesellschaftliche Entwicklung auf der Mikroebene von Personen und Haushalten. Was Teilhabe ausmacht und wie man sie messen könnte, ist daher eine integrierende Fragestellung des Berichts. Ein solcher Bewertungsmaßstab soll aus einer kritischen Aneignung ausgewählter Ansätze gewonnen werden: der deutschen Forschungstradition zur Lebenslage, des international verwendeten "Capabilities"-Konzepts von Amartya Sen und der Ansätze zu sozialer Ausgrenzung und Gefährdung. Die verschiedenen Theorieansätze treffen sich in der Frage, wie ökonomische, sozialstaatliche und persönliche Ressourcen von Individuen und Haushalten zur Verwirklichung einer individuell gewünschten und gesellschaftlich möglichen Lebensweise genutzt werden können und welchen Handlungsspielraum die Subjekte dabei haben.