Podiumsdiskussion: Den Umbruch gestalten statt geschehen lassen. Doch wie ändert man ein System?

Wie wird sich die in den vorangegangenen Diskussionen untersuchte Entwicklungslinie des sozioökonomischen Modells in Deutschland in die Zukunft verlängern? Nichts deutet darauf hin, dass ein Endpunkt der Entwicklung erreicht wäre: Ökonomische, technologische, demographische und politische Trends drängen in Richtung weiteren Wandels. Ein Verbleiben im status quo ist aber nicht nur nicht möglich: Nicht zuletzt der gegenwärtige Mangel an Nachhaltigkeit – ökologischer, ökonomischer und sozialer – macht eine gesellschaftliche Trans-formation großen Ausmaßes auch notwendig und wünschbar. Doch ein nachhaltiges Modell kommt nicht von allein, der Umbruch wäre aktiv zu gestalten. Umso mehr, als Gegenstand des Umbruchs ein System ist, bestehend aus nicht beliebig kombinierbaren Elementen und stabilisiert durch vielfache Zusammenhänge. Deshalb muss sowohl über das Ziel als auch über den Weg eine gesellschaftliche Verständigung stattfinden: Wie könnte ein zukunftsfähiges sozioökonomisches Modell aussehen? Welche Bedingungen müsste es erfüllen? Welche Hindernisse wären zu überwinden? Welche Akteure könnten heute dieses politische Großprojekt vorantreiben?

Podiumsteilnehmer

Prof. Dr. Matthias Knuth (Universität Duisburg-Essen), Prof. Dr. Toni Pierenkemper (Universität zu Köln), Dr. Joachim Spangenberg (Helmholtz Zentrum für Umweltforschung, BUND e.V.)

Schlusskommentare

von Dr. Peter Bartelheimer (SOFI) und Prof. Dr. Anselm Doering-Manteuffel (Universität Tübingen)