Was ist soeb.de?

Die deutsche Gesellschaft befindet sich im Umbruch. Sozioökonomische Berichterstattung zielt darauf, diesen Umbruch besser zu verstehen. Ihr Ausgangspunkt: Wirtschaftsweise und Lebensweise verändern sich gleichzeitig und jeweils eigensinnig und beeinflussen sich gegenseitig. Das Zusammenspiel von Ökonomie, Politik, Institutionen und Individuen funktioniert nicht mehr so wie in der "alten" Bundesrepublik. Die sozioökonomische Berichterstattung nimmt die einzelnen Veränderungen ebenso unter die Lupe wie den Wandel des Zusammenspiels. Besonders interessiert sie sich für diese Fragen: Inwiefern bietet die größer gewordene Vielfalt an Arbeits- und Lebensweisen neue Teilhabechancen für die Einzelnen - und inwiefern befördert sie andererseits Ungleichheit und Ausgrenzung? Kann unsere "Gesellschaft im Umbruch" die Menschen "mitnehmen" oder bleiben viele von ihnen auf der Strecke? Um solche Fragen beantworten zu können, führt die sozioökonomische Berichterstattung quantitative und qualitative Daten aus verschiedenen Quellen zusammen und deutet sie im Rahmen eines deutschen Produktions- und Sozialmodells - denn die Daten sprechen nicht für sich selbst. Der Ansatz ist gestaltungs- und nutzerorientiert: Was muss erforscht werden, welche Daten werden in welcher Form benötigt und wie können sie genutzt werden, damit die Entwicklung verstanden und vor allem politisch gestaltet werden kann? Weiter

 

soeb 2 - Der zweite Bericht

Die Arbeit am zweiten Bericht der Sozioökonomischen Berichterstattung begann mit einer Serie fachöffentlicher Diskussionen über Konzept und Resultate des ersten Berichts, die in der Werkstatt von soeb.de nachzulesen sind. Die Auswertung ergab ein Arbeitsprogramm für den zweiten Bericht, das eine neue Themenstruktur vorsieht. Dieses Konzept wurde extern positiv begutachtet. Seine Umsetzung, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, hat nun begonnen.

Die wichtigsten Änderungen lassen sich so beschreiben: Die im ersten Bericht noch vorzufindende Unterteilung von Themenfeldern und Berichtsgegenständen wird zugunsten einer Gliederung nach Abteilungen und Kapiteln aufgegeben. Der Abgrenzung der Berichtsabteilungen liegt die Überlegung zugrunde, eine im Kern stabile Konzeption für die Berichterstattung auf der „Systemebene“ (Abteilung I) mit einer jeweils aktuellen Schwerpunktsetzung bei den stärker mikroanalytisch orientierten Kapiteln (Abteilungen II bis IV) zu verbinden.
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